Platten

Die Holzschichten von Multiplexplatten bestehen aus Birke mit Dicken von 0,8–2,5 mm. Die Anzahl der Furnierlagen variiert je nach Gesamtdicke. Die Platten werden mit wasserfestem Leim (Phenol-, oder Melaminharz) als Bindemittel gepresst und gegeneinander querverleimt. Als Querverleimung bezeichnet man kreuzweise um 90° versetzt gegeneinander verleimte Furnierlagen.

Ebenso wie klassische Sperrholzplatten werden Multiplexplatten aus einer ungeraden Zahl von Furnierlagen hergestellt, die aber bei Sperrholzplatten im Gegensatz zu Multiplexplatten unterschiedliche Dicke haben. In der Regel bestehen Sperrholzplatten aus drei kreuzweise verleimten ca. 2–5 mm dicken Furnierlagen in der Mitte der Platte, die von zwei sehr viel dünneren, üblicherweise 0,6–1 mm dicken Furnierlagen nach außen abgesperrt werden. Dadurch sind Sperrholzplatten wesentlich flexibler als Multiplexplatten, aber auch nicht annähernd so steif.

Das Ausrichten der Maserung gegeneinander erhöht die Formstabilität der Platten, da sich Holz als lebender Werkstoff durch Feuchtigkeitszu- oder -abnahme quer zur Maserung ausdehnt (Quellung) oder zusammenzieht (Schwindung). Längs der Maserung sind die Lagen aber äußerst zugstabil. Die Größenänderungen einer Lage werden so durch die anderen Lagen weitestgehend unterbunden.

Die Film/Film Platten haben einen Kunstharzfilm aus Phenol- oder Melaminharz (Filmplatten) in dunkelbraun bzw. weiß. Auch die Furnierung mit einer beliebigen Holzart oder die Verkleidung mit Metall ist möglich. Ebenfalls anzutreffen ist eine Kombination mit Strukturierung der Oberfläche, z. B. um die Rutschfestigkeit zu erhöhen.

Eine Sonderform der Multiplexplatte ist die Sieb-Film-Platte, die vor allem dort zum Einsatz kommt, wo Witterungsbeständigkeit und eine rutschfeste Oberfläche wichtig sind. Die Sieb-Film-Platte ist beidseitig Phenolharz-beschichtet und einseitig aufgeraut, als Film-Film-Platte ist sie beidseitig glatt. Die Sieb-Film-Platten werden auch Siebdruckplatten genannt, haben aber mit dem Druckverfahren Siebdruck keinen Bezug. Um ein Eindringen von z. B. Wasser zu verhindern, müssen die in der Regel nicht beschichteten Stirnseiten und Schnittkanten extra versiegelt werden.

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